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Lärmaktionsplan – Online-Beteiligung bis zum 29. Februar 2024

Die Lärmaktionsplanung gemäß der EG-Umgebungslärmrichtlinie hat die Vermeidung bzw. Minderung von Lärmproblemen zum Ziel. Sie ist im Fünfjahresturnus von den zuständigen Behörden unter Mitwirkung der Öffentlichkeit durchzuführen.

Die Immissionen aus den wesentlichen Lärmquellen werden ermittelt (Verkehrslärm von Hauptstraßen, Haupteisenbahnstrecken, Großflughäfen sowie Lärm von Industrie und Gewerbe) bei gleichzeitiger Abschätzung der Anzahl von Betroffenen.

Im Land Mecklenburg-Vorpommern wird die Lärmkartierung für den Straßenlärm durch das Landesamt für Umwelt, Naturschutz und Geologie (LUNG) durchgeführt. Nun mehr liegen die Lärmkartierungen der Hauptstraßen sowie die Umgebungslärmkartierung an Schienenwegen vom Eisenbahn-Bundesamt (EBA) für die 4. Runde vor.

Die Ergebnisse der Lärmkartierung 2022 sind auf der Internetseite des LUNG „Lärmkartierung 4. Runde (Stand 31.08.2022)“ Lärmkartierung | LUNG (lung.mv-regierung.de) veröffentlicht. Detaillierte Ergebnisse für das Amt Warnow-West sind in der Lärmkarte LDEN sowie Lärmkarte LNIGHT zusammengefasst und können auch im Amt Warnow-West eingesehen werden. Bei bestehenden Lärmproblemen erarbeiten die zuständigen Behörden – dies sind im Land Mecklenburg-Vorpommern die Gemeinden oder das entsprechende Amt – unter Mitwirkung der Öffentlichkeit den Lärmaktionsplan, der von der Kommunalvertretung förmlich beschlossen werden sollte. Die erarbeiteten Pläne werden im Land durch das LUNG gesammelt und via Bundesministerium aggregiert an die EG gemeldet. In Abständen von fünf Jahren ist die Umsetzung des Lärmaktionsplans zu überprüfen und der Plan gegebenenfalls fortzuschreiben.

Die UmweltPlan GmbH Stralsund wurde mit der Fortschreibung des Lärmaktionsplanes in der 4. Runde beauftragt und untersucht in diesem Zusammenhang die Lärmbelastung durch Straßenverkehr im Amtsgebiet Warnow-West. Ziel ist es, die am stärksten von Lärm betroffenen Menschen zu entlasten. Die Fortschreibung beinhaltet in dieser Runde eine Neuberechnung der Lärmsituation auf Grundlage eines neuen EU-weit harmonisierten Berechnungsverfahrens, weshalb eine Vergleichbarkeit mit vergangenen Lärmaktionsplänen nur eingeschränkt möglich ist. Im Amtsgebiet Warnow-West werden Abschnitte der A 20, B 103, B 105, der L 10, L 132, L 132a sowie der K 10 als Hauptlärmquellen in die Berechnung einbezogen. Als wesentliche Aufgabe kommt dem Lärmaktionsplan die Prüfung offener Maßnahmenvorschläge vergangener Runden sowie die Ermittlung neuer Maßnahmen zu. Lärmminderungsmaßnahmen können beispielsweise Geschwindigkeitsreduzierungen oder die Förderung des nicht motorisierten Personenverkehrs darstellen.

Im Verlauf der Aufstellung des Lärmaktionsplanes besteht für Bürgerinnen und Bürger die Möglichkeit, Anregungen und Vorschläge zu Lärmminderungsmaßnahmen im Amtsgebiet einzureichen und auf ruhige Gebiete hinzuweisen, die aufgrund ihrer Erholungsfunktion vor Lärm zu schützen sind. Dazu können Sie bis zum 29.02.2024 an einer Online-Umfrage teilnehmen. Alternativ können Sie Ihre Reaktionen auch schriftlich im Amt Warnow-West unter dem Stichwort „Lärmaktionsplanung“ bis zum 29.02.2024 einreichen. Ihre Anregungen werden geprüft und individuell hinsichtlich ihrer Umsetzbarkeit mit dem Fachplaner abgewogen.

Umfrage zur Beteiligung am Lärmaktionsplan des Amts Warnow-West:

Vielen Dank für Ihre Mitwirkung!